„Klangbrücke nach Japan“ – begeisterndes Konzert in der Basilika Ilbenstadt

Unter dem Motto „Klangbrücke nach Japan“ hatte der Gesangverein Concordia Nieder-Wöllstadt zu einem außergewöhnlichen Konzert in die Basilika Ilbenstadt eingeladen – und die Resonanz war überwältigend. Beachtliche 600 Besucherinnen und Besucher strömten in den „Wetterauer Dom“, der aus allen Nähten platzte. Am Ende stand fest: Dieses Konzert war ein voller Erfolg und begeisterte das Publikum auf ganzer Linie.

Der Männerchor eröffnete seine musikalischen Darbietungen an diesem Nachmittag mit dem Lied „Singen heißt verstehen“, komponiert von der Tokyo Liedertafel und der Concordia als Zeichen der Freundschaft geschenkt. Ein bewegender Auftakt, der die besondere Verbundenheit zwischen den Chören eindrucksvoll unterstrich.

Im weiteren Verlauf präsentierten sich nach und nach alle weiteren Chorgruppen des Vereins: der Kinderchor, die Kolibris, die Uhus, die Mixed Modern Voices sowie der Frauenchor. Insgesamt standen rund 160 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne – ein beeindruckendes Bild und ein klanggewaltiges Erlebnis. Das vielseitige Programm spannte einen musikalischen Bogen von klassischen deutschen Chorsätzen über moderne Kompositionen bis hin zu japanischen Volksweisen.

Den emotionalen Höhepunkt bildete das gemeinsame Schlusslied aller Chöre: „Furusato“, ein in Japan tief verwurzeltes Volkslied über die Liebe zur Heimat. Die eindrucksvolle Akustik der Basilika verlieh dem Gesamtchor eine besondere Strahlkraft. Tosender, langanhaltender Applaus und stehende Ovationen waren der verdiente Dank eines restlos begeisterten Publikums.

Anlass des Konzerts ist eine bevorstehende 14-tägige Chorreise nach Japan mit einem Besuch bei der befreundeten Tokyo Liedertafel. Seit vielen Jahren verbindet beide Chöre eine enge und herzliche Partnerschaft, geprägt von gemeinsamen Konzerten, persönlichen Begegnungen und großem gegenseitigem Respekt. Die 1925 gegründete Tokyo Liedertafel ist der älteste nicht-professionelle Männerchor Japans und das einzige japanische Mitglied im Deutschen Chorverband. Im vergangenen Jahr feierte der traditionsreiche Chor sein 100-jähriges Bestehen.

Zu Beginn des Konzerts begrüßten der 2. Vorsitzende der Concordia, Sebastian Briel, sowie der japanische Generalkonsul Takeshi Ito gemeinsam die Gäste und hießen sie zu diesem besonderen Anlass willkommen. Ebenso begrüßte Briel die Bürgermeister Markus Schütz (Wöllstadt) und Michael Hahn (Niddatal). Sein besonderer Dank galt allen aktiven Sängerinnen und Sängern für ihren großartigen Einsatz sowie Pfarrer Bernd Richardt, der eigens für das Konzert eine bereits geplante Kreuzwegandacht verschoben hatte.

Auf Eintritt wurde bewusst verzichtet. Stattdessen bat der Verein um Spenden für die soziale japanische Einrichtung Ai no IZUMI. Dabei kam die stolze Summe von 3.600 Euro zusammen, für die sich die Concordia herzlich bedankt. Im Rahmen der Japanreise wird der Nieder-Wöllstädter Gesangverein diesen Betrag bei einem Benefizkonzert in Kazo anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Einrichtung persönlich übergeben – ein sichtbares Zeichen internationaler Solidarität und gelebten gesellschaftlichen Engagements.

Und weil ein so gelungenes Konzert nicht mit dem letzten Ton enden sollte, lud der Gesangverein im Anschluss in sein Vereinsheim, den Hölzle-Saal, ein. Bei einem kleinen Imbiss und einer großen Auswahl an Getränken klang der Nachmittag in heiterer und gelöster Atmosphäre aus – getragen von der Freude über ein rundum gelungenes Konzerterlebnis, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.